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Felsbau

Felsböschungen im Bezirk der Straßenmeistereien Gernsbach und Bühl (Landkreis Rastatt)

Auftraggeber Übersichtskartierung: Landratsamt Rastatt, Straßenbauamt
Bearbeitungszeitraum: 2007

Auftraggeber Planung, Bauoberleitung
und Örtliche Bauüberwachung: Regierungspräsidium Karlsruhe, Abt. 4 – Straßenwesen und Verkehr
Bearbeitungszeitraum: seit 2009

Entlang der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Bezirk der Straßenmeistereien Gernsbach und Bühl besteht an vielen Felssteilböschungen die Gefahr von Steinschlag- und Felssturzereignissen, die den öffentlichen Straßenverkehr stark in Mitleidenschaft ziehen und zu erheblichen Personen- und Sachschäden führen können. Bisher wurde der Einsatz von Sicherungsmitteln nicht systematisch geplant und oftmals im Zuge von Felsberäumungen freihändig vergeben. Die Sicherungsmaßnahmen erwiesen sich zum Teil als nicht ausreichend wirksam.

Die Ingenieurgruppe Geotechnik wurde 2007 mit einer geotechnischen Übersichtskartierung der Felsböschungen beauftragt, die anhand objektiver Kriterien, wie Böschungshöhe, -neigung, Beschaffenheit des Gesteins, Trennflächengefüge, Vorhandensein von Fallräumen und Sicherungsmitteln usw. zu einer einheitlichen Bewertung des Gefährdungspotentials führte. Dabei wurde eine Prioritätenliste erstellt, die die Felsböschungen mit starker Steinschlag- und Felssturzgefahr identifizierte. Die Prioritätenliste ermöglichte es, die finanziellen Mittel des öffentlichen Haushaltes gezielt für die weitere Planung von Sicherungsmaßnahmen und deren anschließende Umsetzung einzusetzen.

In der Folge sind wir mit den Planungen der Sicherungsmaßnahmen an den Felsböschungen mit höchster Priorität beauftragt. Dabei wurden zunächst die zu sichernden Felsböschungen geotechnisch und felsmechanisch im Detail aufgenommen und damit die boden- und felsmechanischen Standsicherheitsberechnungen zur Bemessung der Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Auf dieser Basis wurden anschließend die einzelnen Sicherungsmittel (z. B. Felsnägel, Spritzbetonsicherung, Böschungsstabilisierungen) festgelegt. Schließlich erstellten wir ein technisches Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung der Sicherungsmaßnahmen und waren bei der Vergabe behilflich. In der Ausführung der Sicherungsmaßnahmen obliegen uns die Bauoberleitung und die Örtliche Bauüberwachung.

Böschungssicherung mit hochzugfestem Drahtgeflecht und Felsnägeln (Böschungsstabilisierungssystem TECCO®, Fa. Geobrugg) an der B 462 bei Weisenbach-Langenbrand.

B 294 Schenkenzell - Alpirsbach
Auftraggeber: Regierungspräsidium Freiburg, Dienstsitz Donaueschingen
Bearbeitungszeitraum: 2005 bis 2006

B 294 bei Schenkenzell, Zustand vor der Sicherung

Im Rahmen des Ausbaus der B 294 zwischen Schenkenzell und Alpirsbach wurden bestehende Fels- und Lockergesteinsböschungen angeschnitten und zurückverlegt. Dadurch werden bestehende Felssteilböschungen abgeflacht und Lockergesteinsböschungen versteilt. Da die Bundesstraße direkt unterhalb der Böschungen verläuft, sind dauerhafte Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Nach einer geologischen und geotechnischen Detailkartierung der Böschungen wurden von uns die Sicherungsmaßnahmen geplant, bemessen und bauzeitlich betreut.

    

B 294 bei Schenkenzell, Felsvernagelung

Waldkirch, Ruine Kastelburg
Auftraggeber: Stadt Waldkirch, Tiefbauamt
Bearbeitungszeitraum: 2004 bis 2006

Kastelburg, Waldkirch, ungesicherte Felsböschung unterhalb des Bergfrieds mit Abbrüchen unterhalb der Mauer

Im Bereich der Ruine Kastelburg in Waldkirch befinden sich mehrere natürliche und künstliche Felssteilböschungen sowie Lockergesteinsböschungen. Eine geologische und geotechnische Detailkartierung sowie daraus resultierende Standsicherheitsberechnungen ergaben, dass einzelne Böschungen keine ausreichende Standsicherheit aufwiesen und aufgrund der Klüftigkeit des Felses lokal Steinschlag- und Felssturzgefahr bestand. Durch die mangelnde Standsicherheit einzelner Böschungen war auch die Standsicherheit verschiedener Bauteile der Ruine gefährdet. Die Maßnahmen zur Böschungssicherung (dauerhafte Felsvernagelung) wurden von uns geplant, bemessen und bauzeitlich betreut.

Waldkirch, ehemaliges Mutschler Areal
Auftraggeber: Hochtief Contruction AG, NL Baden, Freiburg
Bearbeitungszeitraum: 2002 bis 2004
Auf dem ehemaligen Firmengelände der Brauerei Mutschler waren vier achtgeschossige Mehrfamilienhäuser geplant, wodurch die hangseitigen Felsböschungen auf einer Höhe von bis zu 12 m angeschnitten wurden. Nach Aufnahme des Trennflächengefüges des anstehenden Gneisgrundgebirges und entsprechenden Standsicherheitsberechnungen wurden Angaben zu Böschungssicherungen im Bau- und Endzustand sowie zu dauerhaften freien Abböschungen gemacht.
 
 
 
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